
Besser als eine Zusammenfassung
Zusammenfassung von Der weiße Fleck
Mohamed Amjahid
Eine Anleitung zu antirassistischem Denken
- 3.7 (254 Bewertungen)
- 23 Min.
- 7 Kernaussagen
- Zum Lesen & Anhören
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Blinist präsentiert 'Der weiße Fleck' von Mohamed Amjahid. Das Buch beleuchtet die blinden Flecken unserer Gesellschaft und fordert uns auf, Vorurteile zu hinterfragen, um eine inklusivere und gerechtere Welt zu schaffen.
Der weiße Fleck
in 7 Kernaussagen verstehen
Audio & Text in der Blinkist App
Kernaussagen in Der weiße Fleck
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Kernaussage 1 von 7
Weiße Zerbrechlichkeit und weißer Zorn
Weiße Menschen sind es gewohnt, dass ihre Hautfarbe im öffentlichen Diskurs keine Rolle spielt. Ihr Weißsein wird nicht thematisiert. Zudem werden sie als Individuen angesehen und sind nicht bloß Teil einer homogenen weißen Masse. Weiße Menschen werden also nicht als rassifizierte Personen wahrgenommen.
Bei nicht-weißen Menschen ist das anders. Nicht selten werden People of Color auf ihre Hautfarbe reduziert. In Medienberichten, politischen Debatten und Kunst- oder Kulturproduktionen verschwinden ihre individuellen Persönlichkeiten oft in der Gruppe der Türken, der Araber, der Muslime oder der Geflüchteten. Sie werden also nicht als Subjekte wahrgenommen, sondern beispielsweise nur als Teil eines „Flüchtlingsstroms“, der irgendwie gemanagt werden muss.
Wenn nun jedoch weiße Menschen auf ihre Privilegien aufmerksam gemacht und die Strukturen ihrer Mehrheitsgesellschaft kritisiert werden, fühlen sie sich schnell auf den Schlips getreten. Als jemand, der über Antirassismus schreibt, kann der Autor ein langes Lied davon singen.
Ein Beispiel: Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel schrieb vor einiger Zeit auf Twitter, dass Deutschland nie Kolonialstaat gewesen sei. Als Reaktion darauf postete Amjahid nicht nur einen Screenshot des Wikipedia-Artikels über „Deutsche Kolonien“, sondern machte sich in einem Tweet auch über Bismarck-Fans lustig. Er wollte darauf hinweisen, dass es der deutsche Reichskanzler war, der 1884 zur sogenannten „Kongokonferenz“ eingeladen hatte. Ein Treffen, bei dem der afrikanische Kontinent unter den europäischen Kolonialmächten aufgeteilt wurde. Dabei verwendete der Autor auch den Ausdruck „Almans“, mit dem er humorvoll weiße Deutsche ansprechen wollte.
Schließlich hagelte es Kritik Hunderter beleidigter User. Doch nicht nur das, auch ein weißer Bekannter des Autors, der sich ebenfalls gegen Rassismus einsetzt, fühlte sich von den Tweets offenbar persönlich angegriffen. Sein Vorwurf: Der Autor provoziere mit unfairen Verallgemeinerungen. Er solle auf seinen Ton achten und die Kritik am Kolonialismus sachlicher verpacken.
Für eine solche Reaktion gibt es inzwischen den Ausdruck White Fragility. Er beschreibt, dass für viele weiße Menschen schon die kleinste Kritik an ihren Privilegien unerträglich erscheint. So, als wollten sie die Bedingungen dafür stellen, wie eine antirassistische Kritik genau auszusehen habe. Fragile Weiße werden umgangssprachlich übrigens „Schneeflocken“ genannt – sobald ihnen das Thema zu heiß wird, lösen sie sich einfach auf.
Wir halten fest: Weiße Menschen fühlen sich schnell verletzt und angegriffen, wenn die Strukturen ihrer Mehrheitsgesellschaft kritisiert werden.
Diese weiße Zerbrechlichkeit kann schnell in einen für People of Color gefährlichen weißen Zorn umkippen.
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Worum geht es in Der weiße Fleck?
In Der weiße Fleck: Eine Anleitung zu antirassistischem Denken (2021) geht es um die Probleme des strukturellen Rassismus und der weißen Privilegien in Deutschland. Autor Mohamed Amjahid erklärt, wie People of Color das Leben in der weißen Mehrheitsgesellschaft erfahren und gibt Tipps, was wir zu einer weniger diskriminierenden, toleranteren Gemeinschaft beitragen können.
Wer Der weiße Fleck lesen sollte
- Weiße Menschen, insbesondere in Deutschland, die einen Wandel herbeiführen wollen
- People of Color, die ihre Position in einer weißen Mehrheitsgesellschaft besser verstehen wollen
- Alle, die sich mit Rassismus beschäftigen
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Ines S.
Ich bin begeistert. Ich liebe Bücher aber durch zwei kleine Kinder komme ich einfach nicht zum Lesen. Und ja, viele Bücher haben viel bla bla und die Quintessenz ist eigentlich ein Bruchteil.[break]Genau dafür ist Blinkist total genial! Es wird auf das Wesentliche reduziert, die Blinks sind gut verständlich, gut zusammengefasst und auch hörbar! Das ist super. 80 Euro für ein ganzes Jahr klingt viel, aber dafür unbegrenzt Zugriff auf 3000 Bücher. Und dieses Wissen und die Zeitersparnis ist unbezahlbar.
Ekaterina S.
Als ich sah, dass Blinkist für das Buch „Rich Dad, Poor Dad“ ein Blink im Infografik-Stil erstellt hatte, war das eine gute Erinnerung an die Konzepte, die ich liebte.
Julia P.
Ich bin absolut begeistert, dass Blinkist jetzt Infografiken anbietet! Ich kann nicht genug davon bekommen – sie sind eine so unterhaltsame und effektive Möglichkeit, um wichtige Punkte zu erfassen und zu merken.
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